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Werden PFAS verboten?

04|2026 – von Dr. Christoph Stecher, Geschäftsführer acs Coating GmbH

Was ist eigentlich PFAS?

Das Kürzel PFAS steht für poly- oder perfluorierte Alkylsubstanzen. Dies ist eine Stoffklasse von über 10.000 chemischen Verbindungen, bei denen, vereinfacht ausgedrückt, Fluor in organischen Stoffen eingelagert ist. Es handelt sich bei PFAS um künstlich hergestellte Stoffe, die so in der Natur nicht vorkommen.

Bei einigen PFAS konnte nachgewiesen werden, dass Sie gesundheitsschädlich sind, insbesondere krebserregend. Beispielsweise sind deshalb PFOA, die auch zur Gruppe der PFAS gehören, bereits seit ein paar Jahren verboten in der EU und in Deutschland.

PFAS sind sehr langsam in der Natur abbaubar, weshalb Böden und Gewässer flächig verseucht sind, insbesondere in der Nähe von Produktionsstätten von PFAS-haltigen Artikeln oder dort, wo zum Beispiel Feuer gelöscht wurden. Aber nicht nur Böden sind verseucht, sondern auch in fast jedem menschlichen Organismus können PFAS nachgewiesen werden.

Wo sind PFAS enthalten?

PFAS sind in ganz vielen modernen Anwendungen enthalten, zum Beispiel in Löschschaum, atmungsaktiver Bekleidung, wasserabweisenden Imprägnierungen (Polster und Teppiche) und nicht zuletzt – in unserem Zusammenhang wichtig – in Antihaftbeschichtungen. PFAS sind also nahezu allgegenwärtig in vielen modernen Produkten.

Und was ist „Teflon“ in diesem Zusammenhang?

Teflon ist eine Marke des Konzerns DuPont, wo das PTFE, also Polytetrafluorethylen, 1938 von dem Chemiker Roy Plunkett erfunden wurde. Auch PTFE gehört zur Stoffklasse der PFAS. PTFE ist bei Raumtemperatur ein sehr inerter Stoff, also sehr stabil und reagiert mit fast nichts. Eben aufgrund dieser positiven Eigenschaften einschließlich Antihafteffekt, wird es sehr vielseitig eingesetzt. PTFE zu essen wäre zwar nicht lecker, aber völlig unbedenklich, weil es einfach wieder ausgeschieden wird.

Anders kann es schon bei der Anwendung in einer Bratpfanne aussehen. Gebraten wird bekanntlich nicht bei Raumtemperatur, sondern bei hohen oder auch sehr hohen Temperaturen und in Verbindungen mit heißen Ölen und allem, was so in einer Pfanne liegt. Spätestens bei 360°C beginnt sich PTFE zu zersetzen und giftige Gase bilden, es wird aber auch von viel niedrigeren Temperaturen (in kleineren Spuren) berichtet.

Die Hinweise von toten Vögeln in der Wohnung oder gar in der Küche während des Kochen mit Teflonprodukten sind keine Fabeln, die gibt es wirklich! Manchmal sind ja Menschen oder Tiere empfindlicher bzw. genauer als Messinstrumente…

Zusätzlich gefährlich ist die Produktion von PTFE mit zunächst weniger stabilem PFAS sowie hinterher die Entsorgung bzw. das Recycling, wo auch PTFE wenn auch langsam wieder in seine giftigeren Ausgangsstoffe zerfällt.

Aus diesem Grund soll in der EU und auch in den USA PFAS grundsätzlich verboten werden mit Ausnahme von Anwendungen, die nachgewiesenermaßen unbedenklich ist und kontrolliert werden kann und wo es keine Alternativen gibt, zum Beispiel in der Chemieindustrie.

Nach allem, was bislang vom Gesetzgeber bekannt ist, rechnet man aber mit einem Verbot von PFAS für Bratpfannen, Backformen und ähnliche Anwendungen. Nicht genau bekannt ist das genaue Datum und welche Übergangsregelungen es vielleicht geben wird.

Obsidian Shell®, DURAPEK®, DURAQUARZ® von acs

Wir bei acs haben schon sehr früh begonnen, PFAS-freie Beschichtungen zu entwickeln und haben deshalb heute gleich mehrere im Programm, wobei jede nach Einsatzzweck ihre besonderen Stärken aufweist. Allen ist gemein, dass sie keine Sol Gel – Beschichtungen sind und dass sie auch kein PES und keine Bisphenole enthalten. Auch letzter sollen verboten werden!

Ebenso werden alle 3 komplett ohne Lösungsmittel verarbeitet, weil wir festgestellt haben, dass auch nach dem Einbrennvorgang noch Reste von Lösungsmitteln auf der Beschichtung verbleiben können.

Mit diesen 3 Beschichtungen sind wir für jeden Anwendungsfall gerüstet.

Copyright: 2026 acs Coating GmbH

Weitere Infos auch unter >> Beschichtungen PFAS-frei

Sie haben Fragen zu speziellen Beschichtungen?

WDR 5 Radio Interview zu „acs“ Pfannen ohne Teflon

Dezember 2024 – Interview mit Dr. Stecher

Pfannen made in Wilhelmshaven

Mit effizienterer Technik und Innovationen meistert acs Krisen

Vortrag von Dr. Christoph Stecher vor Unternehmern im Atlantic Hotel

Artikel vom 06.04.2023 in der Wilhelmshavener Zeitung

„acs“ verzichtet bei Pfannen und Töpfen auf Teflon

Artikel vom 17.05.2023 in der Wilhelmshavener Zeitung

WIRTSCHAFT – Wie hiesiges Unternehmen bevorstehendes Verbot von perfluorierten Chemikalien sieht

WILHELMSHAVEN. (MH) Beim Kochen und Braten bloß nichts in Topf oder Pfanne anhaften lassen, denn sonst droht aus einem feinen Gericht eine optische Katastrophe zu werden. Damit solche Probleme beim Zubereiten des Essens nicht entstehen, gibt es Antihaftbeschichtungen, die ein mögliches Ankleben verhindern. Dafür kommen sogenannte perfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) – ein Vorprodukt für die Produktion von PTFE, auch als Teflon bekannt – zum Einsatz. Derzeit sind diese Chemikalien unerlässlich für eine Vielzahl von Anwendungen, wie auch bei Antihaft-, Gleit- und Isolationsbeschichtungen. Doch die Branche steht vor einer Herausforderung: Ab dem Jahr 2025 soll es ein EU-weites Verbot für PFAS geben.

PFAS können Krebs hervorrufen

„Sie belasten die Umwelt, sind biologisch kaum abbaubar und können Organ-belastend sein sowie Krebs hervorrufen“, erklärt Dr. Christoph Stecher. Er ist Geschäftsführer des Wilhelmshavener Unternehmens acs Coating Systems. Aus jahrelanger Erfahrung weiß er, dass bisher in den meisten sogenannten funktionalen Beschichtungen Teflon verwendet wird. Trotz des drohenden Verbots blickt er optimistisch nach vorne, wie er im Zuge eines Pressegesprächs zusammen mit dem Wilhelmshavener SPD-Landtagsabgeordneten Marten Gäde erklärte. „Wir selbst verzichten bei unseren eigenen Töpfen und Pfannen bereits seit einigen Jahren komplett auf Teflon – zuvor waren auch bei uns noch etwa zwei Prozent darin enthalten“, so Stecher. Dank der Entwicklungsarbeit sei es seinem Unternehmen inzwischen gelungen, beispielsweise neue Beschichtungen zu entwickelt, „die wirklich bis 300°C im Ofen oder sogar kurz bis 450°C auf dem Grill funktionieren und dabei keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe ausscheiden“. Für ihn seien Beschichtungen ohne PFAS in allen, sein Unternehmen betreffenden Bereichen oder ihm bekannten Anwendungen, möglich. Aber es bräuchte in einigen Segmenten längere verlässliche Übergangsfristen. Die größte Herausforderung sieht er in elektrischen PFAS-freien Isolationsbeschichtungen, wo „wir schon Pionierarbeit geleistet haben“. Zwar bedeute eine Umstellung immer großen Aufwand, wenn bestehende Lösungen ersetzt werden müssen. Aber: „Es gibt keinen Grund, nötige Veränderungen aus Bequemlichkeit zu verhindern. Schließlich bieten sie auch mögliche Verbesserungen und neue Chancen.“

Umsatz teilt sich in mehrere Bereiche auf

Die Firma acs erwirtschaftet etwa 50 Prozent ihres Umsatzes mit Antihaftbeschichtungen im Lebensmittelkontakt – für Bäckereien, Gastronomie und Privatkunden. Die andere Hälfte machen industrielle Anwendungen, meist Gleit- und Isolationsaufgaben, aus. Durch das bevorstehende PFAS-Verbot sowie das Auslaufen der Verbrennermotoren ist die Nachfrage nach neuen technischen Lösungen bei acs erheblich gestiegen. Auf Messen und von Geschäftspartnern erfuhr Stecher, dass viele Unternehmen bereits jetzt auf PFAS-Alternativen umrüsten wollen. „Sie denken langfristig. Wenn sie jetzt etwas Neues beschaffen oder neue Produkte entwickeln, dann bereits mit Blick auf das mögliche Verbot. Schließlich wollen sie dann nicht schon wieder investieren, sondern nachhaltig wirtschaften“, weiß Christoph Stecher. Er geht davon aus, den ein oder anderen Auftrag an Land ziehen zu können – etwa für Teile in Windrädern, Brennstoffzellen oder eben Elektroautos. Schließlich habe man bereits seit zehn Jahren PFAS-freie Gleitbeschichtungen für Sechs-Zylinder von BMW hergestellt und so Erfahrung sammeln können.

Michael Hacker

 

„Mit verbesserter Performance“

acs hat eine Reihe neuer, interessanter Beschichtungen und Backbleche entwickelt …

Interview mit Dr. Christoph Stecher in „brot + backwaren“ 06/2021

 

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Siehe auch hifficiency.de

Firmengründer Dr. Christoph Stecher berichtet über das acs HIFFICIENCY Sortiment

Wilhemshavener Zeitung vom 27.11.2021

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Siehe auch hifficiency.de

Patent Gleitbeschichtung vom 23.01.2020

Neues Patent: multislide® Gleitbeschichtung aus Polyaryletherketon (PEEK, PEK) mit niedrigstem Verschleiß für beste Haltbarkeit.